Tagen im
Bistum Trier

In den Jahren 1929 und 1930 wurde das heutige Robert-Schuman-Haus als Priesterseminar erbaut und nach Bischof Franz-Rudolph Bornewasser (1922-1951) Rudolfinum genannt. Vom Bistum Trier übernommen, startete 1968 die Nutzung im Rahmen der Katholischen Akademie sowie als Tagungshaus. Es steht von nun an im Zeichen grenzüberschreitender Begegnung und als Ort des Gesprächs und des Dialogs. Seit der umfangreichen Sanierung in den Jahren 1993 – 1996 und nach Fertigstellung der Aula 1997 wird das Robert-Schuman-Haus in seiner heutigen Form als zeitgemäßes Tagungs- und Seminarhaus sowie für Feiern und Veranstaltungen genutzt.

Robert Schuman gilt als Visionär und Wegbereiter eines geeinten Europas. Mit der „Schuman-Erklärung“ vom 9. Mai 1950 schuf der gebürtige Luxemburger die Grundlage des europäischen Einigungsprozesses. Er wurde 1958 zum Präsidenten des Europäischen Parlaments gewählt und erhielt 1956 den Pius-Orden durch Papst Pius XII sowie die Auszeichnung mit dem Karlspreis der Stadt Aachen und den Erasmus-Kulturpreis. Der vom Europäischen Parlament mit dem Ehrentitel „Vater Europas“ bezeichnete Robert Schuman verstarb 1963 im Alter von 77 Jahren in Scy-Chazelles bei Metz.